In Finnland kann man wunderbar entschleunigen und zur Ruhe kommen – trotz Praktikum. Eine Erkenntnis, die man erst einmal annehmen muss, um das Bremspedal zu betätigen.
Heute startete der Tag für Annett im Merkonom (auf Englisch: Business Administration). Hier lernten die Jugendlichen, wie das Frühstück eigentlich auf den Teller kommt: Herstellungsprozesse und Lieferketten wurden erklärt und per Film dargestellt. Die Schüler mussten mit dem Laptop Fragen beantworten und selbstständig arbeiten. Nach dem Lunch ging es für die Klasse in den Supermarkt, wo Preise in verschiedenen Produktgruppen verglichen und die Frage geklärt wurde, warum es so viele verschiedene Preise für ein Produkt gibt. Zum Schluss wurde erklärt, was passiert, wenn eine Firma Konkurs anmeldet und welche Folgen das für alle hat.
Patrizia hatte das Vergnügen, mit Koch Kaj Viking und sechs jungen Männern drei Schulstunden lang zu kochen. Obwohl alle den Kochunterricht ungern besuchen und lieber draußen arbeiten, haben sie es super gemeistert: Es gab Gemüsesuppe, selbst gebackene Brötchen und selbst gebackenen Blaubeerkuchen mit Vanillesauce. Das ganze Chaos in der Küche mussten sie aber auch selbst wieder in Ordnung bringen.
Nach der Kaffeepause hatten Annett und ich eine Stunde Sport. Da hier weit und breit keine Berge sind, mussten wir etwa 2 km laufen, um mitten im Wald zu einer Holztreppe zu gelangen, die die Schüler mindestens fünfmal hoch und runter laufen mussten. Wir beteiligten uns auch, waren aber mit zweimal super zufrieden.
Alles in allem war es wieder ein sehr interessanter Tag.
Liebe Grüße,
Annett und Patrizia


