Heute waren wir wieder in einer uns bisher unbekannten Schule. Vor der Schule wären wir fast verhaftet worden, weil wir auf einem Parkplatz, der kein Parkplatz war, geparkt haben. Der Anwohner des Hauses war sehr gereizt. Es ist aber noch kein Einparkprofi vom Himmel gefallen und die Garage, vor der wir standen, kann man ja mal übersehen.
Die Schule, in der wir heute waren, ist eine inklusive Grundschule. Wir haben den Tag mit einer Special-Needs-Lehrerin namens Elisabete verbracht. Sie geht entweder in die Regelklassen, um Kindern mit Behinderung oder mit Lernproblemen zu assistieren, oder die Kinder kommen zu ihr in einen separaten Raum, um dort individuell beschult zu werden. Die Kinder mit Behinderung verbringen hier mehr Zeit in den Regelklassen als an den anderen Schulen. Das kritisiert Elisabete sehr, da die Schüler so oft untergehen, weil die Klassenlehrerin nicht genug Zeit hat, um sich intensiv mit den jeweiligen Kindern auseinanderzusetzen. Heute waren wir dabei, als sie im separaten Raum einen Jungen betreut hat, der von seinen Eltern vernachlässigt wird und wahrscheinlich auch kognitive Probleme hat. Man hat gemerkt, dass die Situation des Jungen Elisabete sehr nahegeht, da sie sehr bemüht ist, mehr Hilfe für den Jungen anzufordern. Wir waren außerdem dabei, als sie mit zwei Jungen aus dem Autismus-Spektrum Matheaufgaben gemacht hat. Wir haben heute wieder gute Einblicke bekommen.
Nach der Schule sind wir direkt an den Strand gefahren und Annika war im Meer schwimmen, während Samira und Pauline am Strand entspannt haben. Abends waren wir im Park Jardim do Morro und haben den Sonnenuntergang angeschaut. Auf dem Rückweg sind wir über die Brücke in Porto gelaufen. Als wir dort ein paar Bilder gemacht haben, wurden wir von einem Hobbyfotografen angesprochen, der meinte, dass er gegen eine beliebige Gage Bilder von uns machen würde. Spontan haben wir zugesagt. Die Bilder sind sehr schön geworden. Models werden wir aber definitiv nicht. Heidi Klum hätte uns für unsere Leistung auf jeden Fall kein Bild gegeben. Dafür waren wir zu steif. Abends haben wir noch eine Mail von Maria bekommen, in der stand, dass wir morgen keine Schule haben, da die Lehrer streiken.


