Heute, am Montag, beginnt unsere letzte Woche. Wir sind traurig, dass dem so ist, aber wir machen noch das Beste aus unseren letzten Tagen :)
Heute sind wir zunächst mit der Telma-A-Klasse in eine Werkstatt gegangen, welche wir aus Deutschland kennen. Menschen mit Unterstützungsbedarf arbeiten hier handwerklich. Am Eingang wurden wir auf Deutsch begrüßt, was uns etwas aus dem Konzept brachte. Damit hatten wir so gar nicht gerechnet. Wir haben dann eine Tour durch die einzelnen Räume erhalten und uns wurde alles auf Deutsch vorgestellt. Ein Raum beinhaltet die Integration der Neuankömmlinge. Diese sind hier zwischen 6 Monaten bis 3 Jahren. Danach kommen wir zum Hauptteil: Hier werden in verschiedenen Räumen entweder Teppiche, Decken und solche Sachen gemacht, in anderen Räumen werden alte Bücher für die Bibliotheken recycelt. Außerdem gibt es eine Band, die auch immer wieder hier in der Umgebung auftritt. Die Werkstatt profitiert sehr von der Gesellschaft hier. Es werden Materialien gebracht, die Personen werden teilweise in Betrieben als Aushilfskräfte eingesetzt und die Band wird, wie gesagt, oft gebucht. Sie haben auch ihr eigenes Merchandise.
Anschließend stand die Mittagspause an, in der wir wieder mit allen essen gegangen sind. Nach der Pause war Pascals Klasse plötzlich einfach weg und ich bin mit den beiden Verbliebenen in der Klasse geblieben. Da niemand wusste, wo die Klasse ist, waren wir halt knapp 2 Stunden am Handy. Als die Klasse zurückkam, wurde mir gesagt, dass sie bei einer Mülldeponie waren und dass sie dachten, dass mich das eh nicht interessieren würde, und haben deshalb nicht Bescheid gegeben. Fand ich zwar komisch, aber na gut. Das war dann auch schon mein Tag.
Leonie ging am Nachmittag mit ihrer Klasse Frisbee-Golf spielen und musste sich erst einmal wieder erinnern, wie man das wirft. Aber es hat allen Spaß gemacht. Hinterher war schon Feierabend.
Gegen Abend alarmierte uns die App wieder, dass Nordlichter sichtbar seien, und wir fuhren raus. Leider hatten wir nicht so gutes Glück wie gestern, da es sehr wolkig war. Wir sahen zwar ein paarmal etwas schimmern, aber die Wolkendecke war einfach zu dicht. Dafür sahen wir Füchse und Kaninchen.


