... Lernen in Neckarbischofsheim

Von Gebärden bis „Meta-Talk“

Ulrike Ehler (r.) zeigte den Fachschülerinnen und -schülern verschiedene Materialien der Unterstützten Kommunikation.

Unterstützte Kommunikation praxisnah erleben und selbst ausprobieren. Das konnten Schülerinnen und Schüler der Fachschule für Sozialwesen einen Tag lang beim sogenannten themenzentrierten Unterricht. Den Inhalt lieferten Ulrike Ehler und Stephan Friebe. Die Fachschule für Sozialwesen gehört zur Bildungs-Akademie der Johannes-Diakonie.

Unterstützte Kommunikation ermöglicht es Menschen, die sich wegen unterschiedlicher Behinderungen nicht lautsprachlich äußern können, sich mitzuteilen. Vorgestellt und in Übungen ausprobiert wurde viele Methoden der Unterstützten Kommunikation: von Gebärden über die Arbeit mit Symbol- und Bildkarten bis hin zu elektronischen Hilfsmitteln wie dem „GoTalk“ oder Tablets mit dem Programm „Meta-Talk“.

Die Schülerinnen und Schüler waren sehr begeistert. Zum einen über die sehr praxisnahe Unterrichtsgestaltung. Zum anderen waren sie berührt von den Erfahrungen Ulrike Ehlers. Sie erzählte von dem Weg, den sie und ihre Familie mit ihrem Sohn Jens gegangen sind. Er galt als komplex beeinträchtigt, konnte keine Lautsprache entwickeln. Er hielt aber dann als Referent mit seinem Power-Talker Vorträge über Unterstützte Kommunikation und Persönliche Zukunftsplanung, bis er 2014 überraschend starb.

Zurück