Carolina: Im AVAIN-Zentrum gibt es verschiedene Workshops, an denen die Klienten je nach Interesse teilnehmen können.
Heute habe ich an zwei verschiedenen Workshops teilgenommen.
Der erste Workshop war zum Thema verbale und nonverbale Kommunikation. Die Teilnehmer kamen nacheinander nach vorne, stellten sich vor und erzählten etwas über sich. Danach stellte die Mitarbeiterin des Zentrums Fragen, zum Beispiel, wie die anderen Teilnehmer ihren Kollegen wahrgenommen haben.
Im selben Workshop haben wir auch Problemlösung geübt. Wir wurden in kleine Gruppen eingeteilt und bekamen verschiedene Situationen. Gemeinsam sollten wir Lösungen finden oder besprechen, wie wir in diesen Situationen reagieren würden.
Außerdem haben wir die nonverbale Kommunikation trainiert. Dafür wurden Karten mit Bildern verwendet. Ein Teilnehmer stellte den Begriff durch Mimik und Gestik dar, während die anderen erraten mussten, was auf der Karte zu sehen war.
Im zweiten Workshop hatten die Teilnehmer die Aufgabe, Nachrichten zu verfolgen und interessante Informationen mit in die Gruppe zu bringen. Anschließend haben wir über die Nachrichten gesprochen und jeder konnte seine eigene Meinung dazu äußern.
Katja: In meiner Gruppe haben fast alle Klienten eine starke kognitive Einschränkung. Deshalb beginnen wir morgens mit einer kleinen Anwesenheitsstunde. Wir gehen von Klienten zu Klienten und fragen nach dem Namen, wie es ihnen geht und ob sie da sind. Dadurch werden unter anderem Orientierung, Kommunikation und das Erinnern an den eigenen Namen geübt.
Danach haben wir die Emotionen geübt. Die Klienten sollten verschiedene Gefühle, zum Beispiel Freude oder Traurigkeit, zeigen und die Gefühle der anderen erkennen. Die Übung hat den Klienten sehr viel Spaß gemacht und es war teilweise sehr lustig.
In einer Pause konnten die Klienten selbst entscheiden, was sie selbst machen konnten, zum Beispiel, malen oder Tablet spielen.
Anschließend gingen wir nach draußen und machten gemeinsam Bewegungsübungen, die an die Fähigkeiten der Klienten angepasst waren. Ich unterstütze dabei eine Klientin, die häufig in ihrer eigenen Welt ist. Ich versuchte, sie zu motivieren und gemeinsam mit ihr die Übungen zu machen. Das hat gut funktioniert und viel Spaß gemacht.
Danach machten wir Entspannungsübungen mit ruhiger Musik. Einige Klienten wurden dabei sehr ruhig und waren dabei einzuschlafen. Die Übungen helfen ihnen, zur Ruhe zu kommen, besonders weil einige einen starken Bewegungsdrang haben.
Insgesamt konnte ich beobachten, dass die Klienten trotz ihrer unterschiedlichen Fähigkeiten viel miteinander machen und sich gegenseitig unterstützen.


